Vollgas auch mit dicken Platten

27. April 2009 - 09:53 Uhr

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Vergangene Woche hat der neue Belegerwagen in der KT Anlage, d.h. die Beschick- und Entleervorrichtung ihren Probelauf abgeschlossen und ist in den Produktionsbetrieb übergegangen.

Die Abnutzung und der Verschleiß aus der Herstellung von rund 5 Millionen gepressten Spanplatten in 10 jähriger Betriebszeit, verbunden mit einer Absenkung des Pressenfundaments hatten dem alten Teil so zugesetzt, dass ein gesicherter Betrieb ohne Störungen und Einschränkungen nicht mehr möglich war. Es bestand grundsätzlich Handlungsbedarf für eine Erneuerung. Um für die Anforderungen der Zukunft gerüstet zu sein wurde entschieden nicht einfach nur den alten Wagen zu ersetzen, sondern zusätzliches Geld in neue Funktionen und bessere Ausstattung zu investieren.

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Es fällt auf, dass man ihn heute kaum noch hört. Der 6 t schwere Wagen rast, selbst mit vollformatigen 38 mm Platten, mühelos beschleunigt vom fast geräuschlosen Zahnriemenantrieb in 3,4 Sekunden in die Ablegeposition in der Presse. Die einfahrende Platte wird dabei durch ein Klemmsystem sicher festgehalten. Bei dicken Platten senkt sich die Einheit vor dem Ablegen in der Presse so weit ab, dass die Platte aus sehr geringer Höhe auf das Pressblech fällt und damit die bisherigen Beschädigungen des Unterdekors weitgehend vermieden werden können.

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Beim Ausfahren der verpressten Platte in der Presse werden die Sauger elektronisch so positioniert, dass sie unabhängig von der Plattenbreite immer neben der Aussenkante der Platte aufsetzen und so besonders bei Dünnplatten ein sanftes, plattenschonendes Ausheben gewährleisten.

Im Vorfeld waren die erforderlichen Arbeiten gut abgesprochen und anhand eines eng gesteckten Zeitplans gut vorbereitet worden. Eine Zeitverzögerung der Inbetriebnahme ergab sich durch ungeplante Einstellarbeiten an der Fahrbahn des Belegers. Hier muss im Sommer die Presse ausgerichtet werden um ein über die gesamte Länge ein einheitliches Niveau der Fahrschienen herzustellen zu können.
Die Grössenordnug der Gesamtausgabe von weit über einer halben Million € für Maschine, Abbau und Neumontage verbindet neben dem Nutzen des neuen leistungsfähigeren Anlagenteils auch die Pflicht dafür Sorge zu tragen, dass der Wert dauerhaft erhalten bleibt und genutzt werden kann.

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