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Neue Recyclingholzanlage im Bau

+++ Germersheim, den 14.03.2019 – Paletten, Kisten oder Altmöbel: Für die Produktion von Spanplatten wird vermehrt Gebrauchtholz statt Frischholz oder Holzspäne verwendet. Daher investiert der Germersheimer Spanplattenhersteller Nolte Holzwerkstoff in den Bau einer Recyclingholzanlage. Diese soll ab September/Oktober 2019 im Drei-Schicht-Betrieb laufen. Die Kosten liegen bei rund zehn Millionen Euro.

Die Fundamente der neuen Anlage am Germersheimer Standort sind bereits gegossen, als Nächstes folgt der Stahlbau. „Diese Woche beginnen wir mit der Montage der Maschinen, in etwa vier bis sechs Wochen kann man dann schon mehr von der Anlage sehen“, sagt Alexander Kolb, Geschäftsführer von Nolte Holzwerkstoff. „Hochgefahren wird die Anlage voraussichtlich im Juli.“ Mit Abschluss der Inbetriebnahme rechnet das Unternehmen im September/Oktober, ab dann soll sie im Drei-Schicht-Betrieb laufen. Durch die Recyclingholzanlage entstehen sechs neue Arbeitsplätze. Dank der zu erwartenden CO₂-Einsparung durch die neuen Maschinen wird das Projekt von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) gefördert.

Betrieben wird die neue Recyclingholzanlage künftig mit Gebrauchtholz aus dem Rhein-Neckar-Raum. „Holz aus Sperrmüll wie zum Beispiel Altmöbel, Paletten oder Kisten kann für die Spanplattenproduktion wiederverwendet werden. Lacke oder andere Chemikalien dürfen nicht enthalten sein, auch alte Eisenbahnschwellen verwenden wir nicht“, erklärt Alexander Kolb. „Das für die Produktion verwendete Altholz ist nach der Altholzverordnung zertifiziertes Holz, sodass sich an unserer hohen Produktqualität nichts ändert.“ Die deutsche Altholzverordnung wird aktuell verschärft, die Grenzwerte zwischen belastetem, kontaminierten Altholz und unbelastetem Altholz nach unten abgesenkt. „Wir begrüßen diese neuen Grenzwerte und halten sie mit der neuen Recyclingholzanlage bereits ein. Deutschland hat die schärfste Altholzverordnung in Europa – das merkt man an der Produktqualität.“

Über Nolte Holzwerkstoff

Als ältester aktiver Spanplattenhersteller der Welt verfügt Nolte Holzwerkstoff über 65 Jahre Erfahrung in der industriellen Herstellung von Spanplatten, die europaweit von Industrie und Handel geschätzt werden. Die erste Spanplatte von Nolte Holzwerkstoff entstand 1951 in Rheda-Wiedenbrück, seit 1973 ist das Unternehmen im rheinland-pfälzischen Germersheim aktiv. Unter dem Markennamen „Rheinspan“ entwickelt und produziert Nolte Holzwerkstoff Spanplatten für unterschiedliche Kundenbedürfnisse. Das mittlerweile in vierter Generation geführte Familienunternehmen ist in der Produktion nicht an bestimmte Standardmaße gebunden, sondern flexibel in Bezug auf Größe und Zuschnitte. So können gemeinsam mit dem Kunden passgenaue Sonderlösungen entwickelt werden. Zurzeit beschäftigt Nolte Holzwerkstoff am Standort Germersheim rund 200 Mitarbeiter.

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